Die "Innere Kampfkunst"* des Tàijíquán** geht auf General Chén Wángtíng (1597-1664) aus der neunten Generation der Kampfkunst-Dynastie der Familie Chen zurück.
Yáng Lùchán (1799-1872), Schüler von Chén Chángxìng (14. Generation,1771 - 1853), entwickelte seinen eigenen Stil, den er nach damaligem Brauch ausschließlich seinen Söhnen weitergab.
Die heute als Yang-Stil verbreitete Form wurde maßgeblich durch seinen Enkel Yáng Chéngfǔ (1883 - 1936) geprägt. Er war auch einer der ersten Meister, die eine große Anzahl Schüler außerhalb ihrer Familien unterrichteten und so die Verbreitung des Taiji zu einer heute weltweit geübten Kunst erst möglich machten. Einer seiner Schüler, Zhèng Mànqīng (1901 - 1975), brachte das Tàijíquán 1964 nach New York, von wo es seinen Weg durch die westliche Welt antrat.

Der moderne Yang - Stil zeichnet sich durch langsame, fließende, sanft wirkende Bewegungen und einen vergleichsweise hohen Stand aus. Schnelle Bewegungen und Sprünge, die vermutlich den Stil Yáng Lùcháns noch kennzeichneten, wurden in der Folge Yáng Chéngfǔs aus der Praxis entfernt.

Wir unterrichten im Zehnthaus die Kurzform des Centre Qigong mit 36 Bewegungen. Die Langform mit 108 Bewegungen in der Version der John Ding International Academy of T'ai Chi Ch'uan lernen Sie in der Karlsruher Niederlassung des Centre Qigong bei Bernhard Maier.
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1. Generation
Yáng Lùchán (1799 - 1872)
2. Generation
Yáng Jiànhóu (1839 - 1917)
3. Generation
Yáng Chéngfǔ (1883 - 1936)
4. Generation
Yáng Shǒuzhōng (1910 - 1985)
5. Generation
Ip Tai Tak (1929 - 2004)
6. Generation
Ding Teah Chean "John Ding" (*1951)

Sein Schüler, unser Lehrer: Bernhard Maier (Centre Qigong, Karlsruhe)
Yang Chengfu: "Das vollständige Buch von Form und Anwendung des Taijiquan"
hier erschienen
*Der Begriff der "Inneren Kampfkünste", chinesisch Nèijiāquán (內家拳) taucht erstmals 1669 bei Huáng Zōngxī (黄宗羲) auf, um die aus daoistischer Tradition stammenden Kampfstile, die auf innerer Energiearbeit und Nachgiebigkeit basieren und keine Angriffstechniken kennen, von den "äußeren" kraftbetonten der Shaolin-Tradition zu unterscheiden.
Zu den Inneren Kampfkünsten zählen neben dem
Tàijíquán das "Bāguàzhǎng" (chin. 八卦掌) und "Hsing I" oder "Xíngyìquán" (chin. 形意拳).

**Die Schreibweise "Tàijíquán" entspricht der offiziellen Romanisierung des Hochchinesischen in der Volksrepublik China, Pinyin, eingeführt 1957.
"T'ai Chi Ch'uan" oder fälschlich "Tai Chi Chuan" entspricht dem angelsächsischen Wade-Giles System aus dem Jahre 1912. Die korrekte Aussprache ist in etwa: "Taidsitschuän".
Yang - Stil
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